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Beim Immobilienkauf nicht übereilt handeln

10.05.2011 - Beim Immobilienkauf nicht übereilt handeln

Die Nachfrage nach Wohnimmobilien ist in Deutschland derzeit groß. Vor allem in Städten und Ballungsgebieten ist die Nachfrage nach Eigentumswohnungen und Einfamilienhäusern aktuell spürbar größer als das Angebot. Dazu kommt die Befürchtung, dass der im September 2010 begonnene Anstieg bei den Bauzinsen weitergehen könnte. Schnell wollen sich viele Bundesbürger die im historischen Vergleich noch immer sehr günstigen Zinsen sichern. Bei der PSD Bank Nord beträgt die monatliche Rate bei einem Darlehen in Höhe von 100.000 mit 10jähriger Sollzinsbindung, Beleihungswert 60 Prozent und einer 1,0-prozentigen Tilgung zur Zeit 449,17 Euro.

 

Doch trotz dieser immer noch günstigen Rahmenbedingungen dürfen sich zukünftige Käufer nicht unter Zeitdruck setzen lassen. „Ansonsten zahlt man für die Immobilie schnell einen überhöhten Preis. So kann der Vorteil einer Finanzierungsersparnis schnell wieder aufgezehrt sein“, warnt Dirk Bodensiek, Baufinanzierungsexperte der PSD Bank Nord. Auch sollte genau geprüft werden, ob Typ und Lage der angebotenen Immobilie genau dem eigenen Bedarf entspricht. Denn sonst bereuen die neuen Eigentümer nicht selten die übereilte Entscheidung. Von der Torschlusspanik anderer Interessenten sollte man sich auf keinen Fall anstecken lassen. Das Gleiche gilt für derzeit häufig zu hörende Erklärungen der Verkäufer, dass der Zuschlag für das Objekt nur bei einer ganz schnellen Entscheidung möglich sei. In solchen Fällen sollte man lieber Abstand von dem Geschäft nehmen. Denn Voraussetzung für die  richtige Kaufentscheidung ist eine exakte Analyse der Wohnlage und des angebotenen Objektes. Die

 

Kosten

Beim Immobilienerwerb denken erst einmal viele nur an den Kaufpreis. Es kommen aber noch eine Reihe von Nebenkosten hinzu: So sind für Notar und Grundbucheintrag bereits 1,5 Prozent des Kaufpreises zu veranschlagen, für Grunderwerbssteuer weitere 3,5-4,5 Prozent (je nach Bundesland). Bei Neubauten fallen unter Umständen auch Hausan-schlusskosten an. Weitere Posten sind Maklercourtage sowie mögliche Kosten für Renovie-rung oder Miete für die alte Wohnung bis zum Kündigungstermin. „Insgesamt kommen schnell über 10 Prozent Extrakosten zusammen“ ergänzt Dirk Bodensiek.

 

Der Preis

Welche Preise werden normalerweise in dieser Wohngegend gezahlt? Weicht der Kaufpreis der angebotenen Immobilie deutlich vom Durchschnitt ab? Hier hilft die Recherche bei den Verkaufsportalen im Internet, in den regionalen Tageszeitungen oder bei Maklern vor Ort. Die

 

Infrastruktur

Passt die Infrastruktur zu den eigenen Anforderungen? Gibt es genügend Ärzte, öffentliche Verkehrsmittel, Einkaufsmöglichkeiten oder – wichtig für Familien – ein gutes Kindergarten- und Schulangebot? Die potentiellen neuen Immobilieneigentümer sollten recherchieren, ob sich in nächster Zeit die Wohnortqualität durch beispielsweise Straßenneubau und damit verbunden mehr Lärm, ändern kann.

 

Zustand der Immobilie

Der Zustand der Immobilie und deren eventueller Renovierungsbedarf – notfalls mit Hilfe eines Bausachverständigen – muss genauso akribisch geprüft werden wie auch die Eigentümer-Protokolle oder die Teilungserklärung beim Erwerb einer Eigentumswohnung. Die Kosten für den Bausachverständigen erscheinen in der Regel hoch. Bewahrt Sie dieses Gutachten jedoch vor einer Fehlinvestition oder bestätigt Ihre Wahl, ist dies gut investiertes Geld.

 

Um diese Unterschiede herausarbeiten zu können, sollte man sich von einigen Vergleichsobjekten Unterlagen, Gutachten oder Exposés beschaffen. Falls sich die Preisdifferenz nicht schlüssig erklären lässt, ist vom Kauf abzuraten. Bei Kaufentscheidungen unter Zeitdruck können diese notwendigen Überlegungen in der Regel oft nicht angestellt werden. Wer keine Fehlinvestition riskieren will, sollte sich für die Planung ausreichend Zeit lassen.

 

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Christoph Doebbelin

Schloßstraße 10

22041 Hamburg

 

Telefon: 040 / 530 53 - 1103

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